Schwarze Finger am Abend sind etwas wunderbares.


05. Januar 2018: Pause II. Der Kleine Schwarze kommt mit instand gesetztem Scheibenrahmen und neuer Frontscheibe in meinen gemieteten Hallenplatz, wo der rote Stralsunder schon als Spender steht.


21. November 2017: Der Neue ist da! Da die Fahrbereitschaft noch etwas dauert, sorge ich zunächst einmal für einen anderen fahrbaren Untersatz: In Straubing finde ich einen gut erhaltenen Kollegen des Kleinen Schwarzen: Ein Two-Tone von 1992. Ich überführe ihn nach Itzehoe, eine Durchsicht bestätigt den sehr guten Grundzustand des Elches. Die Bremsen müssen instand gesetzt werden, der Bordcomputer und ein Schlafauge sind ausgefallen. Die Elektrik wird von mir geheilt – die Bremse ist für die Werkstatt. Der hintere Stoßfängerkern ist nur noch Gebrösel, das linke Rücklicht total blind und der rechte vordere Blinker stark von Rissen durchzogen. Zum Glück kann ich alles aus meinem kleinen Ersatzteilfundus ersetzen.


Oktober bis Dezember: Pause I. Er steht warm und trocken in Kellinghusen, weil ich noch einen Schweller aus einem Spender ausbauen muss und die Werkstatt viel zu tun hat. Die Durchsicht des roten aus Stralsund ergibt, dass seine Instandsetzung sehr aufwändig wäre, da er im hinteren Karrosseriebereich inklusive Hinterachse starke Rostschäden hat. Er spendet seine Teile also zunächst für die anderen.


23. September 2017: Roll-Out! Der Kleine Schwarze steht wieder auf seinen eigenen Rädern. Als nächstes sollen die Blechschäden beseitigt und eine neue Frontscheibe eingesetzt werden – also ab in die Werkstatt. Der neue Auspuff wird eingebaut, die Bremsen in Betrieb genommen und die Maschine betriebsfertig gemacht. Beim Ausbau der Scheibe stellt sich heraus, dass der Scheibenrahmen stark korrodiert ist und zunächst instand gesetzt werden muss. Also ab zur Karrosseriebauerin in Kellinghusen.


11. September 2017: Front und Heck sind wieder dran. Die Stoßfänger gehen an den Start. Neu gepulvert sehen sie wie neu aus. Der hintere hat jedoch schon einige Korrosionsschäden, die sich nur schwer kontrollieren lassen werden. Also ist laufende Kontrolle notwendig und in Perspektive die Beschaffung von brauchbarem Ersatz.


10. September: Intérieur IV. Die Rücksitze an ihrem angestammten Platz.


06. September 2017: Intérieur III. Verlegung des anthrazitfarbigen neuen Teppichs. Eine etwas nervige Pfriemelei, die nicht ganz so glatt geht wie erhofft…


12. August 2017: Blick auf Flickwerk. Zum Austausch des linken Fensterhebers kommt die Türpappe runter und macht den Blick frei auf die sehr freimütig instand gesetzte Tür-Innenseite. Insgesamt ist auch hier eine Erneuerung diverser Dinge notwendig, wie man sieht…

 


11. August 2017: Intérieur II. Das Typenschild der Heckklappe dient als Vorbild für den Schmuck der Vordersitze, die vor dem neuen Beziehen erst einmal aufgepolstert werden. Eine nette Friggelei, die aber erstaunlich gut gelingt. Wieder was gelernt.


05. August 2017: Das neue Intérieur kommt. Einbau der neuen Schwerschicht und ein Blick auf den hinteren Boden unter den Rücksitzen mit der Benzinpumpe. Der Tank wird ausgebaut, gründlich gereinigt und mit neuen Haltebändern versehen.Das restliche, im Tank verbliebene Benzin riecht nicht mehr wirklich gut und muss entsorgt werden.


01. August 2017: Neue Mode. Zuschneiden der Türfüllungen und des Teppichs.


04. Juni 2017: Einblicke in sieben Jahre Stillstand. Nach den Arbeiten am Fahrwerk ist nun die Peripherie der Maschine dran. Um den Anlasser auszutauschen, muss der Krümmer ausgebaut werden. Mit etwas Fummelei klappt das gut. Das Kühlsystem ist schon seit längerem ohne Füllung, wie es scheint. Es muss gründlich gereinigt werden. Der Anschluss am Thermostaten sieht ziemlich gruselig aus. Die Reinigung mit dem Schrubber zeigt ihn dann schon etwas anders. Der Thermostat ist gebrochen, die Federkraft hat ihn zerstört. Auch er wird erneuert. Saniert werden muss auch die Ölwanne, weil der Hersteller des Beschichtungs-Pulvers keine Garantie für Ölfestigkeit gibt. Also muss es innen wieder raus.


02. Mai 2017: Ab ins Labor. Nebenbei geht das Nachdenken über die Leuchtweitenregelung weiter.


12. April 2017: Weiter geht’s. Am letzten Wochenende stand Schrauben sortieren auf dem Programmzettel. Die vielen kleinen werden allesamt erneuert, die Hauptbolzen habe ich gereinigt. Sie werden, sofern sie noch in Ordnung sind, wieder verwendet. Die Sicherungsmuttern müssen alle erneuert werden, da sie nur einmal verwendet werden dürfen. Und es wird verdammt viel gesichert an Fahrwerk und Motor… Bei Mistwetter kann ich glücklicherweise flexibel reagieren: Heute habe ich den ersten Teil der Isomatte neu zugeschnitten, die die alte, rissige, muffige ersetzen wird. Mit der Renovierung der Fahrzeugunterseite (Fahrwerk, Ölwanne, Tank etc.) verbringe ich im Mai und Juni einige Zeit.


2. April 2017: Wissensdatenbank. Es ist ja nicht so, dass ich alles weiss. Im Gegenteil – und es ist mein erster großer Schraubereinsatz. Aber ich kann auf einiges an Wissen zurückgreifen. Schrauben am 480 ist ein Abenteuer, die Ersatzteilsituation ist miserabel. Aber es gibt zum Glück einige verrückte, die sich dem kleinen Elch verschrieben haben. Und einige haben eine Menge Wissen zusammengetragen. Neben den Foren, in denen sich Fans dem Auto widmen hat besonders Rüdiger Scheidt in seinem Volvo-480-Buch auch mit Hilfe anderer Fans eine Menge an Tipps zusammengetragen (Vielen Dank, Rüdiger!). Das Reparaturhandbuch von Haynes ist in englisch verfasst, hat aber ein deutsches Wörterbuch für die Fachbegriffe anbei und bietet eine gewisse Basis. Und dann sind da noch die alten Werkstatt-Handbücher, die es ab und an bei ebay zu kaufen gibt. Ganz wichtig ist auch die Website von Nicolas von Wedel („www.wirklichkeiten.net“) – seine Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind wirklich klasse. Auch ihm einen herzlichen Dank für seine Arbeit! Alles in allem also eine Menge an Wissen, mit dem ich eine gute Basis habe, das Ziel zu erreichen.

Wer für die starke Verölung rechts am Motor verantwortlich ist, weiss ich jetzt auch: Der Motordämpfer ist total undicht und leckt wie Teufel. Die Problemlösung ist übersichtlich: Austauschen.


31. März 2017: Klarheit. Jetzt ist es entschieden: Der Weimaraner (von 1986) wird zerlegt. Das Gehäuse ist im hinteren Bereich so stark angefressen, dass es sich nicht mehr lohnt. Das ist das Ergebnis eines ausgiebigen Drunterkriechens. Aber die acht Vorbesitzer haben immerhin einen relativ brauchbaren hinteren Stoßstangenkern hinterlassen und zwei Türen, die komischerweise fast rostfrei sind. Diverses andere ist auch noch brauchbar, anderes ist total verrottet. Alles kreuz und quer übers Auto verteilt. Hinterachse brauchbar, Panhardstab nicht, Traverse o.k., Aufhängung der Stabis vergammelt… Und so geht es weiter. Für den schwarzen ein guter Spender. Bleiben der blaue von 1991 (gutes Gehäuse) und der rote Colli 375 (technisch gut, aber angefressen) also erstmal stehen. Mal sehen.


29. März 2017: „Amtshilfe“. Wieder einmal mussten die Sattelträger mit Profi-Hilfe gelöst werden. Auch vorne waren sie zu fest für Heimarbeit… Das vordere Fahrwerk ist komplett zerlegt, die zum Wiederaufbau nötigen Teile inklusive Stoßdämpfer sind organisiert. Der Wechsel der Radlager ist aber ohne Profiwerkzeug nicht zu machen, da ist Hilfe von außen angezeigt. Wenn alles wieder zusammengesetzt ist, ist das Fahrwerk inklusive Bremsen komplett saniert. Die alten Bremsleitungen sind gelöst, der Einbau der neuen ist vorbereitet.


28. März 2017: Der Motor hängt nun frei am Träger. Der Hilfsrahmen ist raus und wieder einmal ist ein Teil verölt und ohne Rost, der andere trocken und flächig angerostet. Aufgearbeitet wird er erstmal nicht. Dafür kommt einer zum Einsatz, der in gutem Allgemeinzustand und gereinigt ist.

Nach dem Schraubertag war abends noch etwas Zeit für Theorie: Wie kriege ich den Schub der Leuchtweitenregelung aus der Fahrerkabine auf die Scheinwerfermechanik am anderen Ende der Bowdenzüge…


26. März 2017: Problemanalyse. Man kann soviel renovieren, wie man will. Wenn die Leuchtweitenregelung nicht funktioniert, gibt’s keinen Kleber. Also muss da nochmal Gehirnschmalz auf’s Brot, denn ich habe nicht vor, in den Bereich der Scheinwerfer zusätzliche Elektrik einzubauen. Es muss eine mechanische Lösung her. Wenn Hydraulik ausscheidet – wirklich zu unpraktisch und störanfällig, bleibt eigentlich nur der Bowdenzug. Und zwar als Druck- und Zuglösung unter Verwendung der Stellmechanik der Hydraulik. Mal sehen, ob’s klappt. Übrigens hat mein Nachbar das gleiche Problem: In seinem Fiat-Campingmobil ist die Technik auch eingebaut – und ist ausgefallen…


6. März 2017: Frontpartie freigelegt. Jetzt geht’s vorne weiter. Stossfänger runter (Top-Zustand!), Frontschürze runter, Motor aufhängen (um Fahrwerk und Hilfsrahmen auszubauen), Scheinwerfer ausgebaut (schon etwas angeranzt, aber problemlos renovierbar). Analyse: Ölwannen- und Ventildeckeldichtung undicht, Getriebe undicht. Schlauchschellen fast alle unbrauchbar, Schläuche aber fast alle gut. Stellmotoren der Scheinwerfer leichtgängig. Bremsen total verrottet nach sieben Jahren Standzeit. Insgesamt angenehm im Rahmen, fast nur Oberflächenrost. Hilfsrahmen teilweise mit starkem Blattrost, Sandstrahlen wird zeigen, wie’s wirklich ist.


28. Februar 2017: Schnipp-Schnapp. Die Bezugsstoffe für die Sitze sind eingetroffen und zugeschnitten. Nun müssen die Teile nur noch zusammengenäht werden…


26. Januar 2017: Schwarzes Fundstück. Meine Jobs führen mich kreuz und quer durch Schleswig-Holstein. Bei Ahrensburg leuchtet mir ein schwarzer Kleinelch entgegen. Sieht gut aus zwischen den anderen Standard-Gebrauchten. Ein Rundgang um das Fahrzeug (HU 7/2018) zeigt aber, dass sich seine Lebensdauer dem Ende zuneigt: Starker Rostbefall oberhalb der Frontscheibe, Schweissarbeiten an den hinteren Radläufen und am rechten Schweller. Große Rostblasen auf den Türflächen und die Unterkante der Fahrertür stark vom Rost zerfleddert. Aber gut gewienert und die Pneus mit Reifenfarbe zum Glänzen gebracht. Ich wollte ihn mir nicht genauer ansehen, EZ 1991 oder 1992. Und nun kommt’s: 2000 Euro soll dieser Arbeitsplatz noch bringen…


25. Januar 2017: Am Triebwerk arbeiten ist auch schön. Um den Zustand des Hilfsträgers aus dem roten zu bewerten, musste erst mal der Dreck von Jahrzehnten runtergebürstet werden. Zum Vorschein kam ein recht gut erhaltenes Bauteil. Schade, dass der Motor nicht noch undichter war – dann wäre wohl gar kein Rost dran gewesen. Als Zugabe gab’s noch einige Eicheln und Herbstlaub, die sich im Inneren fanden und beim Drehen des Trägers nett vor sich hin raschelten… Die Buchsen sind allerdings fertig mit der Welt. Parallel dazu geht erstmal die hintere Traverse, die Aufnahme für den Panhardstab, in die Pulverbeschichtung nach Hohenwestedt. Wo ich gleich Kontakt zu T3-Schraubern bekommen habe.


21. Januar 2017: Der Stoff in Fetzen. Die Polsterbezüge sind allesamt und vollständig unbrauchbar, da der Schaumstoff der Unterfütterung sich in braune und ekelhaft klebrige Brösel aufgelöst hat. Also müssen die Sitze komplett neu bezogen werden. Stoff und Kunstleder sind ausgesucht und eine alte Freundin hat sich bereit erklärt, das Stoffpuzzle zusammenzunähen. Also lerne ich gerade, wie die Sitze aufgebaut sind: Im Prinzip ganz einfach, aber pfriemelig im Detail…


10. Januar 2017: Die Hinterachse ist fertig zum Zusammenbau. Wenn alles gutgeht, steht der Kleine Schwarze nächste Woche wieder auf seinen eigenen Hinterbeinen. Alles entrostet, gegen neuen Rost geschützt, alle Schrauben neu und parat. Sogar die M12 Sicherungsmutter mit Flansch für den Panhardstab hat sich bei Skandix angefunden. Die Bremsen und Radlager sind komplett neu, die Stabis teilerneuert. Anschliessend geht’s am vorderen Fahrwerk weiter. Das Foto zeigt einen Teil des Puzzles noch im Herbst.


26. Dezember: Des Weimaraners vorerst letzte Fahrt. Den Platz des roten hat in der Scheune nun der Graue übernommen. Aufgrund der technischen Unzulänglichkeiten bräuchte er einiges an Zeit. Eine Überlegung wäre, die Maschine des roten herüber zu nehmen. Was aber eine Menge Arbeit wäre, insbesondere das Tauschen der Elektrik würde einen immensen Umbauaufwand erfordern. Aber erstmal werde ich den Gesamtzustand der Blechschale beurteilen. Denn auch hier sind die hinteren Radläufe schon deutlich angefressen. Von den verrotteten Blechteilen der Scheinwerfer mal ganz abgesehen – da lassen sich nicht mal mehr die Birnen wechseln. Man wird sehen.


23. Dezember: Übungsprogramm beendet. Der rote Elch aus dem Teufelsmoor ist nun Geschichte. Die letzten Wochen habe ich damit zugebracht, ihn in seine Einzelteile zu zerlegen. Wobei ich viel über den Aufbau des Autos erfahren habe, was mir bei den weiteren Arbeiten am Kleinen Schwarzen sehr von Nutzen sein wird. Eine Menge Ersatzteile liegen nun bereit, inklusive eines B18FP mit MT5, etwa 200.000 km gelaufen. Vieles war noch in gutem Zustand, aber der Boden war von der Tankaufhängung bis zum Stoßfänger wirklich nur noch Schrott. Das Schwellerblech hat auch schone einen neuen Platz: Eine Groß-Delle weniger am Schwarzen. Ganz zum Schluss habe ich auch noch die noch fast nagelneue Frontscheibe ausbauen können. Wobei sich zeigte, dass sie äusserst schlampig verbaut worden war. R.I.P.


30. Oktober: Familienzuwachs. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem hinteren Stoßfänger, als ich über diesen kleinen Elch in Stralsund stolperte. Einer „der 480“ von 1995, 2-Liter-Maschine ohne Turbolader, 1. Hand. Die für diese Generation üblichen Schwächen: Hinterer Radlauf durchgerostet, Tacho ausgefallen, diverse Schäden am Klarlack. Dazu kleine HU-relevante Mängel an Fahrwerk und Bremsleitungen. Nach einer Kollision durch einen G-Mercedes auf der Beifahrerseite sollte er aber nicht mehr instand gesetzt werden. So konnte ich ihn für kleines Geld nach Itzehoe holen. Die Fahrt war ein richtiges Vergnügen und zeigte, dass er zum Zerlegen zu schade ist. Nun steht er, trocken und gut belüftet, erstmal in der Tiefgarage.


19. September: Teile sortieren. Da mich andere Dinge derzeit sehr beanspruchen, geht es nur langsam voran. Immerhin: Die Übersicht über die Hinterachse zeigt doch, dass es vorangeht. Fast alle Teile sind wieder beisammen und die neuen Bremsleitungen sind mittlerweile auch eingetroffen. Bald kann der kleine Elch wieder auf seinen Hinterbeinen stehen. Das Hochladen der Illustration kann mal wieder erst abends erfolgen, weil es tagsüber nur noch heisst: „http-Fehler“. Ohne Sonne geht’s dann komischerweise…

 

19. August: Alt und neu. Da sind sie nun, die nagelneuen Federteller! Sehen richtig anders aus als der Rest des alten Fahrwerks, so völlig ohne Oxidbelag wie bei den Bremssätteln. Hier habe ich mich gegen eine Aufarbeitung entschieden und Austauschteile geordert. Dank im Übrigen an die Fachschrauber der Fachfrau: Die haben mir die Sattelhalterschrauben gelöst, an denen ich nicht scheitern wollte. Wenn die neuen Bremssättel da sind, kann ich langsam mit dem Wiedereinbau der Hinterachse anfangen.

Frisch wie der junge Morgen: Feder und Puffer werden sich freuen.

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Wird weggeschickt als Pfand für Tauschteile: Justierschraube fest, also: weniger Frust durch Finger-davon-lassen:

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14. August: Teppich-Ex und Sitzbezug-Exitus. Heute sind der Teppich und die Dämmung komplett draussen. Ein neuer ist dringend nötig. Darunter befindet sich eine Kunststoff-Dämmung, die nicht sehr durchlässig für Feuchte ist. Dadurch kam es zu einigen Rostanfällen an Dichtungsstopfen. Der Rahmen darunter ist nicht von der braunen Pest infiziert. Der Kofferraumboden wird auch ersetzt. Der Teppich kommt auf eine stabile Platte mit Scharnier, der Wabbelkram aus PU-Schaum hat dann ein Ende…

Muffel, muffel, muffel… kommt neu:

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Der Kofferraumboden – Muffel, wabbel, muffel, wabbel… kommt neu.

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Die Bodendämmung: Versprödet mit Schimmelbildung, also: Neu.

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Rost an den Dichtungen zum Rahmen, aber vom Innenraum her und nur eine Randerscheinung. Die meisten sind clean.

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Die echte Überraschung gab es an den Sitzpolstern: Der Stoff, bestehend aus einer Oberfaser, einer Kunststoff-Mittelschicht und einem dünnen Basisgewebe, ist in Auflösung begriffen. Die Mittelschicht aus Schaumstoff hat sich vollständig aufgelöst und bröselt vor sich hin. Ich plane ohnehin einen neuen Bezug und habe dafür eine der hinteren Sitzschalen zerlegt, um einen Überblick über die benötigten Stoffmengen zu bekommen. Der Zerfall des Stoffes hat mich dann aber doch sehr überrascht, zumal die Brösel den Hang zur feinen Verteilung in ihrer Umgebung entwickeln. Der neue Bezug wird anders als dieser sein:

Die Einzelteile des Bezuges: Menge kommt da nicht zusammen. Nur Arbeit für Fans der Nähmaschine…

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Immerhin: Der Kern ist intakt.

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Zwischen Ober- und Unterlage des Bezuges war einmal ein Kunststoff – jetzt ist dort nur noch Gebrösel.

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Ach ja, der Gummischlauch vom 1. August führt zur Heck-Waschdüse.


8. August: Stöbern in den Eingeweiden. Hier ein paar Einblicke in die Tiefen der Hohlräume von Schweller und Radläufen. Wo sich das Endoskop genau aufhält, ist nicht zu ermitteln, es hat aber, bis auf eine auffällige Roststelle, keine bedenklichen Dinge gefunden:

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1.August: Die Hinterachse und ihre beiden neuen Federteller sind jetzt bei der Fachfrau in Kellinghusen. Ich selber baue erstmal die Inneneinrichtung des kleinen Schwarzen aus. Wobei sich zeigt, das 25 Jahre jede Menge Krümel und andere Dinge hinterlassen. Insgesamt aber keine wesentlichen negativen Überraschungen.

Das leere Innere in seiner ganzen Schönheit. Ein neuer Teppich könnte sinnvoll sein…:

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Interessant ist dieser schlabberige Gummischlauch, der unorthodox in Richtung des Tankeinfüllstutzens verläuft. Mal sehen, wofür der wohl gut ist:

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Die Anschlüsse für die Erweiterung der Soundanlage haben sich auch angefunden:

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Der letzte Blick ist gleichzeitig der erste: In den Tiefen der Seitenwände ist auf die Schnelle nix zu sehen. Da wird demnächst das Endoskop zum Einsatz kommen:

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28. Juli: Captain Montgomery Scott und Lieutenant Geordi LaForge an Bord der havarierten „USS Jenolan (NCC-2010)“ auf der Aussenhaut einer Dyson-Sphäre:

Scott: Aber wenn man Schiffe wie diese Enterprise bauen kann, wer will dann noch mit einem so alten Kübel fliegen?

LaForge: Ich bestimmt nicht. Aber ich wette, wenn dieses Schiff flugtauglich wäre, dann würde sich schon jemand finden, der damit fliegt. Nur weil etwas alt ist, muss man es nicht gleich wegwerfen.

 


27. Juli: Hinterachse ausgebaut, erste Bestandsaufnahme.

Meine Bastelecke in der Scheune:

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Der Metallkern des hinteren Stossfängers macht dem 480-Klischee alle Ehre. Er hat sich an der Unterkante in braune Brösel aufgelöst. Aber, zum Glück ist Ersatz schon organisiert:wo17

Die Bremsen, Lager und Stossdämpfer sehen SO aus (Immerhin: Das Spritzblech ist ein echtes Volvo-Blech, beim Golf V war es schon fast weggerostet):

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Was die Arbeit sehr erleichterte, war der Zustand der Auspuffanlage. Das Entfernen des hinteren Topfes machte mir im Kopf schon vorher schlechte Gedanken: „Wie soll ich bloss das Rohr lösen?“ Gottlob, es war so gut wie durchgerostet!

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Der Ausbau der Hinterachse war kein Problem, die Schrauben lösten sich erfreulicherweise fast allesamt auf die übliche Weise. Es kostete allerdings auch eine gehörige Portion WD40. Eine Erfahrung der besonderen Art waren die Federteller. Der erste war schon arg korrodiert, blieb aber nach der Behandlung mit dem Hammer noch in Form. Der zweite löste sich beim Entfernen des Puffers in Einzelteile auf. Das Problem ist üblich: Die Preise für Ersatzteller liegen im Bereich von Gold. Aber auch die sind organisiert.

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Und zum guten Schluss des Tages noch das positive: Das Gehäuse selbst ist in gutem Zustand, von den Beulen mal abgesehen. Hintere Radhäuser nicht durchgerostet, Schweller in Ordnung. Eine kleine Durchrostung beidseitig an den Stossfängerbefestigungen. Aber auch das ist Standard, ansonsten alles gut für ein Auto Baujahr 1989. Bremsscheiben, Leitungen, Stossdämpfer sind schon als Ersatzteile da, die Bremssättel kann ich aus dem Wagen übernehmen, der bis Jahresende den HU-Segen hat. Handbremsseile halten normalerweise recht lange, daher sind die Preise günstig.

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Juli 2016: Die Entscheidung ist gefallen. Nicht der blaue, sondern der schwarze wird aufgearbeitet. Trotz seiner Beulen sehe ich bei ihm die geringsten Korrosionsprobleme. Er steht seit 2010 und hat natürlich die daraus gewachsenen Problemchen. Immerhin: Er stand in einem belüfteten Schuppen und wartete.


Juni 2016: Der Bazillus hat sich fest eingenistet:

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26. Juni: Sammeltransport in die Scheune. Christoph sei dank, heute konnten der schwarze, der aufgearbeitet werden soll und der rote Spender aus dem Teufelsmoor in die Scheune gebracht werden. Nette Aktion, die uns beiden viel Spass machte. Das Blechkleid des Schwarzen von 1989 ist wirklich gut in Form. Wenn nur die Beulen nicht wären… Die letzten Jahre verbrachte er in einem Schuppen in Itzehoe.


Ende Mai: Der Weimaraner ist da, HU bis 12/2016

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Mai 2016: Der Wahnsinn beginnt.